Initiative „Fremde werden Freunde“

Die Initiative „Fremde werden Freunde“ schafft Raum für Begegnungen, um gesellschaftliche Inklusion von Flüchtlingen zu erreichen.

Bei „Fremde werden Freunde“ verbringen Menschen, die bereits in Österreich sind, Zeit mit Menschen, die hierher flüchten. Dies passiert zum Beispiel beim Deutschlernen oder bei verschiedenen Freizeitaktivitäten. Dadurch werden aus Fremden Freunde. Gleichzeitig ist dies der erste Schritt zur Integration, die so wichtig für den sozialen Frieden ist.
Der Fokus der Initiative liegt im Aufbau von Beziehungen zwischen alten und neuen WienrInnen, dem Aufbau eines Netzwerks. Wichtig hierbei ist, dass AsywerberInnen in keine Opferrolle gedrängt sondern gestärkt werden, selbst Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen.

Bei „Fremde werden Freunde“ begegnen sich die Menschen auf Augenhöhe. Dies ist ein klarer Schritt weg vom Helfen zum gemeinsamen Tun – zur Inklusion.
Bei „Fremde werden Freunde“ begegnen sich die Menschen auf Augenhöhe. Dies ist ein klarer Schritt weg vom Helfen zum gemeinsamen Tun – zur Inklusion.

Bei „Fremde werden Freunde“ begegnen sich die Menschen auf Augenhöhe. Dies ist ein klarer Schritt weg vom Helfen zum gemeinsamen Tun – zur Inklusion. Durch die aktive Einbeziehung neuer WienerInnen in die Gestaltung des Projektes entstehen neue gleichberechtigte Begegnungen unabhängig von Herkunft und Sprache. Der Verein setzt bei einer frühzeitigen Integration an, die bereits vor Erhalt eines positiven Asylbescheides erfolgt. Somit wird keine wertvolle Zeit verloren, sondern die Menschen von Anfang an eingebunden. Gemeinsam wird erarbeitet wie Integration aussehen kann und welce Bedürfnisse bestehen.

„Fremde werden Freunde“ ist als Netzwerk organisiert. Aktives Freiwilligenmanagement ist dabei eines der Kernkompetenzen. Im Flüchtlingsbereich fühlen sich Ehrenamtliche oft ausgebrannt, deshalb steht die Freude am Miteinander im Vordergrund, sowie der niederschwellige Zugang zu zivilgesellschaftlichem Engagement.

Das Projekt ist richtig gut, weil…

„Das Projekt ist richtig gut, weil wir Begegnungen auf Augenhöhe schaffen und einen Beitrag zu friedlichem, partizipativem Miteinander in unserer Gesellschaft leisten.“

Begründung der Nominierung durch die Jury

Ich finde die Initiative preiswürdig, weil sie an einem zentralen Punkt ansetzt, wenn es um Alteingesessene und Flüchtlinge geht: man kennt sich nicht. Aus diesem Nicht-Kennen entstehen bereits viele Probleme und vor allem Vorurteile. Etliche Untersuchungen zeigen, dass die Einstellung zu „Fremden“ in Gegenden mit dem wenigsten Zuwandereranteil am höchsten ist. Bei diesem Projekt lernen sich beide Seiten auf verschiedenste Weisen kennen: beim Kochen, beim Sport, beim Spazieren, bei einer City-Tour, beim Schachspielen, bei Handarbeiten usw. – also Aktivitäten bei denen beide Seiten Spaß haben. Also keine Theorie über Alltagskultur in Österreich sondern Praxis. Dabei können beide Seiten voneinander profitieren. Die Flüchtlinge lernen nicht nur die Sprache, sondern auch die Alltagskultur in Österreich kennen. Sie bekommen einen Einblick darüber wie das Leben in Österreich funktioniert, und durch den persönlichen Kontakt ist das Gelernte nicht nur etwas Theoretisches, sondern wird gelebt, gefühlt. Dadurch kann man sich in die hiesige Alltagskultur besser eingliedern. Einheimische hingegen lernen ihre neuen Nachbarn, neue Kulturen, neue Gerichte und neue Lebensgeschichten kennen. Über konkrete Lebensgeschichten kann eher Empathie aufgebaut werden. Eine Eigenschaft, die für das friedliche  Zusammenleben unserer Gesellschaft  langfristig besonders wichtig ist. „Der Fremde“ wird zum konkreten Menschen.  So können Gemeinsamkeiten entdeckt werden.

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