Die Radstation

Der sozialökonomische Betrieb „Radstation“ beschäftigt jährlich rund 100 arbeitsuchende Menschen, die zusätzlich ausgebildet, begleitet und beim Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt unterstützt werden.

Generell hat in den letzten Jahren die Bedeutung des Radfahrens in der Stadt zugenommen. Durch die Lage an der Schnittstelle Bus, U-Bahn, Schnellbahn und ÖBB bietet die Radstation für PendlerInnen und/oder BesucherInnen von Wien die Option, hier ein Rad zu mieten, oder das eigene Fahrrad einzustellen. Dies gilt ebenso für Unternehmen aus dem unmittelbaren Umfeld des Bahnhofs und deren MitarbeiterInnen.  Durch die Verfügbarkeit unterschiedlicher Verkehrsmittel und die Möglichkeit, diese individuell und situativ nutzen zu können, wird die Akzeptanz der Nutzung von Mobilitätsangeboten im Umweltverbund (Öffentlicher Verkehr, Radfahren, Zu-Fuß-Gehen) erhöht. Dies senkt die Emissionen und vermindert den Verkehrslärm, was wiederum zur Erhöhung der Lebensqualität beiträgt.

Die Radstation am neuen Hauptbahnhof Wien wird vom  Trendwerk im Rahmen eins sozialökonomischen Betriebes betrieben
Die Radstation am neuen Hauptbahnhof Wien wird vom Trendwerk im Rahmen eins sozialökonomischen Betriebes betrieben

Die Radstation am neuen Hauptbahnhof Wien wird vom  Trendwerk im Rahmen eins sozialökonomischen Betriebes betrieben. Bei einem sozialökonomischen Betrieb werden Personen, die schon lange Zeit arbeitslos sind, im Rahmen eines aufrechten, vollversicherungspflichtigen Dienstverhältnisses an die Arbeitsleistung, die von Unternehmen gefordert wird, heran geführt.

Sechs „Schlüsselarbeitskräfte“ übernehmen die fachliche Anleitung in den einzelnen Bereichen; für die Fahrradreparatur stehen zwei ausgebildete Fahrradmechaniker bereit, ein Mitarbeiter mit spezifischem Know-How leitet den Verkauf, eine weitere Mitarbeiterin den Info-Point. Ein Sozialpädagoge begleitet die Transitarbeitskräfte bei der Bewältigung individueller Vermittlungshemmnisse, die Projektleiterin trägt sowohl die kaufmännische als auch arbeitsmarktpolitische Gesamtverantwortung. 2016 werden 97 Transitarbeitskräfte in der Radstation beschäftigt, fachlich eingearbeitet und beim Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt begleitet.

Die Angebotspalette umfasst Fahrradparken, Fahrradreparatur, Fahrradverleih und einen Shop mit Accesoires „und um’s Rad“.

Das Projekt ist richtig gut, weil…

„Das Projekt ist richtig gut, weil Perspektiven mit jedem Tag mehr gegeben werden, sowohl an die Arbeitssuchenden als auch an die Radwirtschaft, weil Touristen, die nach Wien kommen, sich direkt am Hauptbahnhof des Angebotes unkompliziert bedienen können, weil unserer Kunden das Angebot sehr wertschätzen und das alles mit fleißigen Händen der arbeitssuchenden Personen gemacht wird und weil mehr gelacht wird, weil Menschen glücklicher sind und eine sinnvolle Aufgabe haben!“

Begründung der Nominierung durch die Jury

Die Mobilitätsagentur Wien nominiert das Projekt „Radstation“ von Trendwerk, weil es ein breites Spektrum gesellschaftlicher Ziele erfüllt: Integration von benachteiligten Personen, Schaffung von Arbeitsplätzen, Förderung des Radverkehrs bzw. der Kombination umweltfreundlicher Mobilität. In diesem Sinne ist es gleich in mehrere Hinsicht nachhaltig.

Mehr Informationen: http://www.dieradstation.cc

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