„IntegRADsion” jungendlicher Flüchtlinge durch Mobilität

IntegRADsion ist ein Projekt, um Flüchtlingen, die in Wien oder in Wien- Umgebung wohnen, ein Stück Freiheit zu geben. Mit dem besten Fortbewegungsmittel: dem Fahrrad.

IntegRADsion ist ein Projekt, um Flüchtlingen, die in Wien oder in Wien- Umgebung wohnen, ein Stück Freiheit zu geben. Mit dem besten Fortbewegungsmittel: dem Fahrrad.

Der START-Alumni Verein, ist ein gemeinnütziges Netzwerk von Studentinnen, die sich zusammengeschlossen haben, um sich österreichweit zu engagieren. Der Verein steht hinter dem Projekt „IntegRADsion”

Fahrradpaten und Fahrradpatin stehen den Jugendlichen beim Projekt IntegRADsion zur Seite
Fahrradpaten und Fahrradpatin stehen den Jugendlichen beim Projekt IntegRADsion zur Seite

Neben einem eigenen Fahrrad, welches die Jugendlichen von SpenderInnen erhalten haben, bekommen die IntegRADler ein Schloss und einen Fahrradpaten oder eine Fahrradpatin. Diese lernen sie an einem Reparaturnachmittag in der Flickerei (einer Selbsthilfewerkstatt im 3. Bezirk) kennen.

Fahrradpaten sind Österreicher und Österreicherinnen oder Menschen, die schon länger in Wien wohnen, die gerne einen Menschen auf der Flucht kennenlernen möchten. Tatsächlich ist das für beide Seiten oft gar nicht so einfach.  „IntegRADsion” möchte diesen Raum schaffen, wo man einander treffen kann und über das gemeinsame Reparieren einander kennenlernt.

Nach einer Kennenlernphase werden gemeinsame Radausflüge unternommen, die den Neuankömmlingen die schönen Seiten der Stadt sowie Naherholungsgebiete zeigen. Die Fahrradpaten helfen somit auch bei Orientierung, Alltagsproblemen und dem Spracherwerb.

Das Projekt ist richtig gut, weil …

„… es niederschwellig ist und gleichzeitig höchst vielschichtig wirkt: Hinsichtlich Integration, Mobilität, Gesundheit, Spracherwerb, kulturellem Lernen, Selbständigkeit, Recycling und nicht zu vergessen: der Spaßfaktor!“

Begründung der Nominierung durch die Jury

Das Projekt IntegRADsion spricht junge Menschen an, sich auf andere Lebenswelten einzulassen und stellt Gemeinschaft her, über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg. Mitunter entstehen sogar Freundschaften. Es schafft persönliche Bindungen, öffnet den Horizont und ermöglicht Menschen am Rand der Gesellschaft das Knüpfen sozialer Netze, die für einen Neustart notwendig sind.

Das Konzept ist höchst niederschwellig, sowohl für Wienerinnen und Wiener, als auch für Menschen auf der Flucht. Sehr erfolgreich bindet es unterschiedlichste Communities ein. In diesem Sinne steht es für zeitgemäße Freiwilligenarbeit, die sich am Lifestyle und Lebensrhythmus junger Menschen orientiert. In vorbildlicher Weise verknüpft das Projekt soziales und ökologisches Engagement, indem es Menschen mit bescheidenen Ressourcen zu Mobilität verhilft, die kostenfrei und noch dazu gesund und klimaneutral ist. Das Projekt ist gesellschaftspolitisch relevant, da es in kleinem Rahmen Probleme löst, die global zu den größten sozialen und ökologischen Herausforderungen zählen: Migration und Mobilität.

IntegRADsion packt dort an, wo andere nur Schwarz sehen. Das ist einerseits Angst vor fremdne Menschen, die Sorge, mit Integrationsleistungen überfordert zu sein. Auf der anderen Seite setzt es ein konkretes Zeichen für klimaschonende Mobilität in einer Zeit, da Verkehr als einer der größten CO²-Verursacher.

Mehr Informationen zum Projekt: www.integradsion.at

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