Flüchtlinge Willkommen!

Das Team der Plattform "Flüchtlinge Willkommen"

Die Initiative „Flüchtlinge Willkommen Österreich“ vermittelt WG-Zimmer an Flüchtlinge in Österreich.

Aktuell sind die Massenunterkünfte für AsylwerberInnen überfüllt, häufig in menschenunwürdigen Zuständen und außerdem befinden sie sich an weit abgelegen Orten. Auch Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte haben es am Wohnungsmarkt nicht viel einfacher und finden nach ihrer Anerkennung nur schwer eine Wohnung.

Flüchtlinge Willkommen Österreich zielt darauf ab, geflüchtete Menschen in die österreichische Gesellschaft zu integrieren und durch den gegenseitigen Austausch Vorurteile abzubauen. Indem geflüchtete Personen ins Zentrum der Gesellschaft gerückt werden können soziale Netzwerke aufgebaut werden, auch das Erlernen der deutschen Sprache wird gefördert.

Wie funktioniert die Plattform“Flüchtlinge Willkommen Österreich“ ?

 Bisher konnten österreichweit bereits 91 geflüchtete Personen in WGs untergebracht werden.
Bisher konnten österreichweit bereits 91 geflüchtete Personen in WGs untergebracht werden.

Zuerst melden sich Wohngemeinschaften oder Familien, die ein freies Zimmer zur Verfügung haben, auf der Plattform http://www.fluechtlinge-willkommen.at an. Im nächsten Schritt setzt sich das Team von „Flüchtlinge Willkommen“ mit den Menschen, die sich angemeldet haben, in Verbindung und klärt dabei offene Fragen und die Finanzierung des Zimmers. Ende Jänner 2015 hat durch „Flüchtlinge Willkommen“ der erste Asylwerber ein WG-Zimmer in Wien bezogen.

Bisher konnten österreichweit bereits 91 geflüchtete Personen in WGs untergebracht werden.

Das Projekt wird vom Verein „Bildungsinitiative Österreich – viel mehr für Alle!“ umgesetzt.

Das Projekt ist richtig gut, weil…

„Das Projekt ist richtig gut, weil es Menschen in eine menschenwürdige Ausgangslage versetzt, damit sie ihr Leben in die Hand nehmen und es neu aufbauen können. Täglich gehen neue Anmeldungen ein, die Anzahl erhöht sich monatlich. Eine Pensionärin aus Wien, eine Studenten-WG aus Graz und eine Familie aus Salzburg – sie alle wollen mitmachen.“

Begründung der Nominierung durch die Jury

Flüchtlinge Willkommen punktet, weil es ein dringliches und leider höchst aktuelles Problem aufgreift, und zwar durchaus unkonventionell und irgendwie auch kreativ. Es trägt dazu bei, eine Willkommenskultur der praktischen Art einzurichten, denn gelebte Erfahrungen überzeugen mehr als alle Sonntagsreden. Aber das Projekt punktet auch deswegen, weil es auf bestehenden und ungenützten Infrastrukturen (Wohnungen) aufbaut, Vorhandenes nützt – damit vor allem öffentliche (Finanz-)Ressourcen schont – und dabei Menschen unterschiedlicher Nationen direkt verbindet.

Überzeugend ist die Initiative, weil zahlreiche privat tätige Menschen dahinter stehen, die ein Netzwerk aufbauen und von einem kleinen Start aus wächst und wächst die Initiative. Das garantiert Nachhaltigkeit, denn die involvierten Patinnen und Paten gehen eine längerfristige Beziehung mit Flüchtlingen und Helfenden ein, diese Beziehungen werden anhalten.

Überzeugend auch das Verständnis, dass Beziehungen zwischen Menschen nicht immer „funktionieren“ müssen und daher da Scheitern bzw ein Neuanfang thematisiert werden. Auch dies ein eher ungewöhnlicher Ansatz, der üblicherweise eher verpönt ist. Der aber Spielraum lässt für eine positive Veränderung ohne Schuldzuweisungen.

Das Team von Flüchtlinge Willkommen Österreich greift bei der Kommunikation auf (papierlose) soziale Medien zurück, adressiert damit vor allem junge Menschen und begleitet die Aktivitäten zeitnahe und unmittelbar.

Mehr Infos: www.fluechtlinge-willkommen.at

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